Das böse Glycol oder auch Propandiol

 

Das böse Propylenglykol !

 

Einer der Hauptbestandteile der Liquids als Nachfüllflüssigkeit für e-Zigaretten ist Propylenglycol (PG). Eine - laut Wikipedia - "farblose, fast geruchlose, klare, viskose Flüssigkeit mit einem schwach-süsslichen Geschmack."

 

Außerdem wird PG verwendet "als Lösungsmitteln, sowie  in Hygieneartikeln wie Hautcremes, Zahnpasta und Deos als Feuchthaltemittel und Weichmacher" und ist "in fast allen Tabakprodukten als Zusatzstoff enthalten". "Es ist auch ein fester Bestandteil sog. Nebelfluide" und findet sich im schwedischen Lutschtabak (Snus). Insbesondere ist es jedoch auch fester Bestandteil für Asthmainhalatoren, die ja bekanntermaßen unter das Arzneimittelgesetz fallen und demnach in jeder Art und Weise geprüft und freigegeben wurde. Diese Inhalatoren werden von den Patienten zu einem wesentlichen Teil lebenslang eingenommen....

 

Eine neue Studie stellt jetzt wertvolle Informationen über toxikologische Profile inhalierter PG Aerosole bei Tierversuchen im Labor zur Verfügung und stellt damit eine überaus interessante und wertvolle Übersicht über das Wirkmittel dar.

 

Die Autoren sind Michael Werley, ein Wissenschaftler aus Altria, und dessen Kollegen von den Charles River Laboratorien in Schottland, den WIL Forschungslaboratorien, dem Battelle Memorial Institut und der Virginia Commenwealth Universität. Sie wurde in dem Journal Toxicology (Auszug des Originalberichts) veröffentlicht.

 

 

Author:
Brad Rodu, Professor für Medizin
Tobacco Harm Reduction Research
University of Louisville

 

Original Artikel:
E-Cigarettes - No Toxic Effects from Inhaled Propylene Glycol Aerosol

 

Nachfolgend die frei übersetzte Fassung:

 

 

Die Forscher setzten Ratten und Hunde hohen Konzentrationen von PG (Propandiol) Aerosolen für einen Zeitraum von 28 Tagen aus, gefolgt von umfassenden, systematischen Auswertungen mit besonderem Schwerpunkt auf das Atemwegssystem.

 

Sie stellten fest, dass "diese Studien im Allgemeinen dem PG Aerosol ein relativ niedriges toxisches Potential bestätigten. Es wurde auf verschiedenen Wegen verabreicht, einschließlich der Atemwege, wobei die Hunde keinerlei histopathologischen ("Histopathologie: Verfahren der mikroskopischen Krankheitsdiagnostik an gefärbten Gewebeschnitten") Befund an den betroffenen Geweben (Kehlkopf, Luftröhre und Lunge) aufzeigten."

 

Die Forscher bemerkten zwar in einigen Auswertungen bei den Hunden eine Abnahme der roten Blutkörperchen, die 28 Tage behandelt wurden, aber "diese war für die Hunde klinisch unbedeutend und hatte keine Auswirkung auf ihren Gesundheitszustand. Alle Werte lagen innerhalb erfahrungsgemäßer Grenzen für Hunde dieses Alters, dieser Rasse und Geschlechts."

 

Werley und seine Kollegen fügten hinzu: "alles in allem erzeugte das Inhalieren von PG bei Ratten und Hunden recht beschränkte toxikologische Befunde, welches den Schluß erlaubt, dass Menschen über die Atemwege schadlos dem PG Aerosol ausgesetzt werden können..."

 

Die Studie wertete die Wirkung bei kurzfristigem Kontakt mit PG Dampf aus, allerdings ist die Wirkung eines langfristigen Kontaktes - über Monate oder Jahre - unbekannt.

 

Jedoch beinhaltet sie wertvolle Informationen für die Anwender von e-Zigaretten und den Gesetzgeber. Zum einen haben sogar hohe Konzentrationen von PG Dampf keine messbaren schädlichen Effekte - und das steht nun in Übereinstimmung mit seiner Einstufung durch die FDA als "im allgemeinen sicher" für Lebensmittelzusätze in allen Kategorien bis zu 2%. Desweiteren ist es genau so wichtig, dass es keinerlei Auswirkung auf Umstehende hat wie das Passivrauchen - falls PG Dampf überhaupt ausgeatmet bzw. wahrgenommen wird.

 

 



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